Podcast „Politisch bildet“

zu politischen Themen

POLITISCH BILDET ist der Podcast der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB). Im Podcast geht es regelmäßig um eine gesellschaftliche, politische oder historische Kontroverse – bearbeitet mit dem Handwerkszeug der politischen Bildung.

Wissenswerte Fakten, das Für und Wider, gesellschaftliche Hintergründe und die Bedeutung demokratischer Werte kommen zur Sprache. Mit dem Podcast sollen Sie einen Gedankenanstoß bekommen, sich ihre eigene Meinung bilden können und für einen themenbezogenen Konflikt gewappnet sein.

Bei der LpB arbeiten viele Expert*innen zu den unterschiedlichsten Themen der politischen Bildung – von Kommunalwahl, Rechtsextremismus bis Friedensbildung. Auch Expertinnen und Experten, die mit der LpB zusammenarbeiten, kommen zu Wort. In diesem Podcast spricht LpB-Fachreferentin und vormals Hörfunkredakteurin Bianca Braun oder LpB-Fachreferentin und ausgebildete Journalistin Martina Peao mit ihnen.

Sie können unseren Podcast POLITISCH BILDET über diese Seite hören oder bei Soundcloud, Spotify oder Podcast.de hören und abonnieren.

#11: Europawahl 2024: Sind die Europawahlen europäisch genug?

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Die Europawahlen sind mehr als „nationale Nebenwahlen“, auch wenn die Wahl in den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf nationaler Ebene geregelt wird. Darum geht es in dieser Podcast-Folge. Dabei haben bei den vergangenen Wahlen europaweit nur um die 50 Prozent der Wahlberechtigten Ihre Stimme abgegeben. Europaexpertin und Politik-Professorin Daniela Braun erklärt, warum viele EU-Bürgerinnen und Bürger die Wahl als nicht so wichtig empfinden. Spielt die Europawahl neben nationalen Wahlen zu sehr eine Nebenrolle? Ist die Europawahl nicht europäisch genug? 

Außerdem werfen wir einen Blick auf die Wahl 2024: Erstmals dürfen in Deutschland 16- und 17-Jährige bei der Europawahl teilnehmen. Wie könnte sich die Absenkung des Wahlalters auswirken? Abschließend gibt Daniela Braun Tipps, wie Erstwählende herausfinden können, wen sie wählen wollen.

Daniela Braun ist Professorin an der Universität des Saarlandes mit dem Schwerpunkt Europapolitik. Sie hat für die LpB-Zeitschrift „Deutschland und Europa“ die Analyse „Wie europäisch sind die Europawahlen?“ geschrieben. 

Weitere Informationen zur Wahl gibt es auf unserem LpB-Portal zur Europawahl und auf der Website des Europäischen Parlaments.

Wahl-Entscheidungshilfen: Euandi und Wahl-o-mat

#10: Wandel, Krisen und neue Abhängigkeiten – stehen wir vor einer neuen Weltordnung?

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Bei den vielen Krisen der vergangenen Jahre, angefangen mit 9/11, dem War on terror über die Finanzkrise, die Corona-Krise bis hin zum Ukraine-Krieg ist es nicht verwunderlich, dass sich die Welt verändert hat. Alte Regeln und Mechanismen im Miteinander der Staaten scheinen oft aufgehoben. Machtgefüge verschieben sich. In diesem Podcast wollen wir deshalb einen Überblick geben, wo wir weltpolitisch stehen.

Ein Gespräch mit Professor Ulrich Menzel, pensionierter Professor für Internationale Beziehungen und Vergleichende Regierungslehre an der TU Braunschweig. Er hat für die LpB-Zeitschrift „Deutschland und Europa“ „Zeitenwende in der Friedens- und Sicherheitspolitik?“ den Artikel „Zeitenwende - Putins Krieg und die Zukunft der liberalen Weltordnung“ verfasst.

#9: Kann in einer Demokratie alles demokratisch entschieden werden?

Wenn Menschen in unserer Demokratie unzufrieden mit Entscheidungen des Staates sind, hört man oft den Ruf danach, alles von allen abstimmen zu lassen. Demokratie heißt aber nicht nur Herrschaft des Volkes. In einer liberalen Demokratie gibt es immer auch rechtsstaatliche Prinzipien, die unabdingbar sind. So zum Beispiel unsere Grundrechte auf Meinungsfreiheit oder Versammlungsfreiheit, die nicht komplett beschnitten werden dürfen. Diese Prinzipien stehen oft in einem Spannungsverhältnis zur Demokratie. Deswegen bedeutet Demokratie auch immer verhandeln.

In diesem Podcast spricht Bianca Braun mit Professor Alexander Thiele von der Business und Law School Berlin. Er hat für die Zeitschrift Deutschland und Europa DEMOKRATIE IN KRISENZEITEN – HERAUSFORDERUNGEN UND CHANCEN (12/2022)
einen Aufsatz zu dem Thema DIE EINGEHEGTE DEMOKRATIE –WARUM UND WIE DIE DEMOKRATIE IM DEMOKRATISCHEN VERFASSUNGSSTAAT BEGRENZT WIRD veröffentlicht.

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#8: 70 Jahre Baden-Württemberg

Das Land der Spätzle, Maultaschen und bekannten Autobauer mit seinen eher konservativen Bewohnerinnen und Bewohnern, die als Sparer und Tüftler gelten. So wird Baden-Württemberg gerne beschrieben. Das drittgrößte Bundesland mit seinen rund 11 Millionen Menschen kann und konnte aber schon immer auch anders. Das macht seine 70-jährige Geschichte deutlich.

In diesem Podcast spricht Bianca Braun mit Professor Dr. Reinhold Weber, dem stellvertretenden Direktor der LpB und Dr. Maike Hausen, Chefredakteurin der Zeitschrift Bürger und Staat der LpB.  Die beiden sind Mitherausgeber des Fotobandes "Menschen. Geschichten. Ereignisse. Baden-Württemberg in Bildern 1952-2022".

Bei ihren Recherchen wurde deutlich: Baden-Württemberg war in seiner 70-jährigen Geschichte keinesfalls brav und angepasst. Wir haben es im Ländle zum Beispiel immer wieder mit Protesten, aber auch großem freiwilligen Engagement und sehr offenen Menschen zu tun.

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  • Fotoband „BaWü 1952–2022" Menschen. Geschichten. Ereignisse. Baden-Württemberg in Bildern

    Zum 70. Jahrestag der Gründung des Landes Baden-Württemberg am 25. April 1952 legt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg einen 244 Seiten starken Fotoband vor. Anhand von 350 Fotos aus allen Stadt- und Landkreisen erzählt das kunstvoll gestaltete Buch eine politische Alltagsgeschichte der Menschen im Südwesten seit Anfang der 1950er Jahre. Als Besonderheit ist dieser Fotoband multimedial angelegt. Er verbindet stehende Bilder mit bewegten: Über QR-Codes gelangt man zu rund 75 online verfügbaren historischen Filmschätzen aus dem Archiv des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) und des Hauses des Dokumentarfilms in Stuttgart.
    Das Buch wird zudem von einem Online-Projekt „Landeskunde entdecken online“ (LEO-BW) begleitet. Darüber hinaus können sich Bürgerinnen und Bürger des Landes aktiv beteiligen: Wer besondere historische Fotoaufnahmen hat, kann diese über   oder die sozialen Medien (z. B. #bawü70) an die LpB schicken und somit zum steten Anwachsen des Online-Projektes auf LEO-BW beitragen.

    Den Fotoband gibt es nur im Webshop der LpB Baden-Württemberg zum Preis von 18.- EUR zzgl. Versandkosten.
    Online-Bestellung

#7: Gesellschaftliche Akzeptanz der Demokratie heute und vor 50 Jahren

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg wird dieses Jahr 50. Zu diesem Jubiläum zeigt die Podcastfolge den historischen Hintergrund der Gründung der Landeszentrale 1972 und der Zeit heute.

Damals war es noch die Aufgabe der Politik, Demokratie in der Bevölkerung zu implementieren. Heute setzen sich Politik und Institutionen, wie die Landeszentrale dagegen an vielen Stellen dafür ein, die Demokratie zu erhalten. Dabei gibt es einige Parallelen zwischen den 70er Jahren und heute. So war schon in den 70ern von einer Polarisierung der Gesellschaft die Rede und auch Protestbewegungen traten laut und teilweise aggressiv auf.

Bianca Braun spricht mit Professor Dr. Philipp Gassert, dem Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim und Experten für deutsche Protestgeschichte. Er zeigt im Gespräch auf, was wir aus den 70er Jahren für heute lernen können und wie krisenfest und doch schwierig Demokratie ist. Dabei geht es um verschiedene Demokratieverständnisse und Themen von vor 50 Jahren, die uns heute noch beschäftigen, wie Umwelt, Zuwanderung, Wirtschaft, oder auch Gleichberechtigung.

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  • 50 Jahre LpB

    Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) blickt 2022 auf ein halbes Jahrhundert politischer Bildungsarbeit zurück. Im Wechselspiel aus Kontinuität und Wandel hat sich die Institution über die Jahrzehnte hinweg entwickelt, um ihren Auftrag auf zeitgemäße Weise zu erfüllen. Mit ihren mehr als 120 Mitarbeitenden zählt die Landeszentrale zu den großen Trägern in der pluralistischen Landschaft der politischen Bildung in Deutschland. Sie ist an vier Standorten in Baden-Württemberg vertreten. Neben der Zentrale in Stuttgart und dem Tagungszentraum „Haus auf der Alb“ in Bad Urach unterhält sie Außenstellen in Freiburg und Heidelberg. Zwei weitere Außenstellen sind in Ludwigsburg und Tübingen im Aufbau.

#6: NS-Geschichte und Gesellschaft heute - Gedenkstättenarbeit 75 Jahre nach Kriegsende

Was geht uns der Nationalsozialismus heute an? Das leistet Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges für die Gesellschaft.

Fragen rund um Populismus, Nationalismus, Rechtsradikalismus aber auch die Verharmlosung der Geschichte des NS-Regimes – damit kommen die Besucherinnen und Besucher zu den baden-württembergischen Gedenkstätten. Sie wünschen sich Orientierung für die heutige Zeit. Zum 75-jährigen Kriegsende in diesem Jahr ist es den Gedenkstätten besonders wichtig, zu vermitteln wohin Nationalismus und Demokratieverlust führen können. Dabei geht es auch um unser Geschichtsbewusstsein und Urteilsvermögen.

Bianca Braun spricht mit Andreas Schulz vom Fachbereich Gedenkstättenarbeit der LpB über die Bedeutung der Gedenkstätten in Baden-Württemberg 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. In Baden-Württemberg gibt es über 70 Gedenkstätten, viele von ihnen sind ehrenamtlich getragen. Natzweiler im heutigen Elsass war das westlichste Lager, das von den Nationalsozialisten betrieben wurde. Mit einem dichten Netz an Außenlagern erstreckte es sich beiderseits des Rheins. Heute existieren an vielen Orten der ehemaligen Außenlager Gedenkstätten. 15 davon haben sich auf deutscher Seite zum VGKN, dem Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen Komplex Natzweiler, zusammengeschlossen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Gedenkstätten kommen im Podcast zu Wort und berichten von den Themen, die ihre Besucherinnen und Besuchern beschäftigen und über die Ziele der Gedenkstättenarbeit.

 

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  • Gedenkstätten in Deutschland

    Um der historischen Verpflichtung Deutschlands Rechnung zu tragen, fördern Bund und Länder Gedenkstätten und entsprechende Initiativen. Die Bundesregierung trägt mit der Gedenkstättenkonzeption dazu bei, unter Wahrung der grundsätzlichen Zuständigkeit der Länder und Kommunen, geeignete Rahmenbedingungen für die Gedenkstättenarbeit zu schaffen. Ziel der Gedenkstätten ist es, Verantwortung wahrzunehmen, die Aufarbeitung zu verstärken und das Gedenken zu vertiefen. Sie sollen mit Forschungsarbeiten, Dokumentationen, Ausstellungen, Veröffentlichungen und Veranstaltungen ihren spezifischen Anteil zur Darstellung der Orts-, Regional- und Landesgeschichte während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft leisten. Viele Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich für die Gedenkstättenarbeit. Sie schaffen damit einen grundlegenden und unverzichtbaren Beitrag zum bewussten Umgang mit der Geschichte und zur Demokratieerziehung.

  • Das leisten Gedenkstätten heute

    "Gedenkstätten können als Mahnstätten fungieren, dass wir alle aufmerksam darauf werden, wenn irgendwo Menschen ausgegrenzt oder herabgewürdigt werden. Sie können aber auch durch Beispiele aufzeigen, dass wir oft die Möglichkeit haben zum Handeln. Zum Beispiel mutige Personen aus der Geschichte ansprechen, bei denen wir selber vielleicht Mut fassen, aktiv zu werden. Sie zeigen aber auch das Spektrum auf, dass ich mich für die negative Handlungsseite entscheiden kann je nachdem in welcher Situation in mich befinde. Schließlich (…) können sie auch dazu beitragen, unser Geschichtsbewusstsein und unser Urteilsvermögen zu schulen. Dass wir z.B. lernen einen scheinbar offensichtlichen Sachverhalt immer genau zu prüfen und dass wir uns immer mehrere Positionen anhören, bevor wir uns dann in einer Sache ein Urteil bilden."

    Andreas Schulz, Fachbereich Gedenkstättenarbeit LpB

  • Aktueller denn je

     â€žEs sind zum einen Fragen nach den anderen NS-Opfern, unter anderem von Zwangsarbeitern in der Region, von Deserteuren bei Kriegsende von Sinti und sogenannten Asozialen. Darüber gibt es leider in vielen Kommunen noch große Forschungslücken. Außerdem bewegt die Besucherinnen und Besucher von Gedenkstätten häufig der Anstieg des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Deutschland, der negative Einfluss der AfD, Alternative für Deutschland, auf die Verrohung der politischen Kultur, des demokratischen Miteinanders und auch die wachsenden Angriffe gegen Juden und jüdische Einrichtungen. Viele haben zum Beispiel nach Halle die  Sorge, ob die Demokratie stabil bleibt und Menschen  jüdischen Glaubens oder mit Migrationshintergrund weiterhin in Deutschland sicher leben können. Es ist auch eine gewisse Ratlosigkeit zu spüren, was man dagegen unternehmen kann.“

    Martin Ulmer, Geschäftsführer des Gedenkstättenverbunds Gäu-Neckar-Alb

#5: Warum ist poltische Bildung in Corona-Zeiten wichtiger denn je?

Homeschooling, Kurzarbeit, abgesagte Großveranstaltungen, Maskenpflicht - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben unseren Alltag in nie da gewesener Weise verändert. Wir müssen Einschnitte in unseren wichtigsten Rechten, den Grundrechten, dulden. Das und vieles mehr  berührt  auch unser Selbstverständnis von Demokratie. Verschwörungstheorien erleben Hochkonjunktur, extreme Meinungen werden lauter, die Stimmung reicht von Politikverdrossenheit bis hin zu starker Unsicherheit und Unzufriedenheit. Ein Fall für die politische Bildung, die hier Hilfe zur Selbsthilfe bieten kann!

In dieser fünften Podcast-Folge macht Sibylle Thelen, die Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung deswegen deutlich, dass politische Bildung unter anderem bestimmte Instrumente, wie zum Beispiel die Wissensvermittlung oder auch die Unterstützung bei Reflexionsprozessen an die Hand geben kann. Die aktuellen Konflikte stünden beispielhaft für generelle Fragen der politischen Bildung.

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  • Sehnsucht nach einfachen Lösungen

    "Die Komplexitätssteigerung ist auch sehr anstrengend. Nicht alle sind mit dieser Form der Komplexitätssteigerung einverstanden und haben ganz andere Bedürfnisse. Sie wollen vielleicht lieber einfache Wahrheiten hören, um sich diese schwierige Situation besser und verdaulicher zu erklären. Das wiederum führt dazu, dass Desinformation, Lüge und Hetze und auch Verschwörungstheorien derzeit stark nachgefragt sind."

    Sibylle Thelen, Direktorin LpB BW

  • Föderalismus

    "Corona-bedingt haben wir die Ausnahme, dass die Landesregierungen als Exekutive befristet Grundrechte aussetzen können. Das ist eine wirklich besondere Situation und die muss mit einem Diskurs aller begleitet werden. Es gibt eben eine sehr große Vielstimmigkeit oder auch Uneinigkeit. Das hat vielleicht für den einen oder für die andere erwas Verstörendes. Aber diese Vielstimmigkeit ist die Folge aus einer politischen Grundsatzentscheidung nach 1945 angesichts einer totalitären Diktatur."

    Sibylle Thelen, Direktorin LpB BW

    Zum Föderalismus-Spiel der LpB geht es hier

  • Verschwörungstheorien

    "In diesen Zeiten leben Verschwörungstheorien auf und auch wenn die politische Bildung diese Verschwörungstheorien nicht allumfassend beseitigen kann, kann sie dem einzelnen doch auch etwas an die Hand geben, Wirkungsmechanismen von Verschwörungstheorien zu durchschauen, konkreter Hassrede zu begegnen und das tun wir beispielsweise mit unseren Angeboten.(...)"

    Sibylle Thelen, Direktorin LpB BW

    Mehr Informationen der LpB zu Verschwörungstheorien  finden sie hier.

  • Weiterführende Informationen

    Bundeszentrale für politische Bildung: Themenseite Coronavirus

    Eine umfassende Themensammlung zur Corona-Krise finden Sie auf dem Portal politische-bildung.de

    Alexander Wohnig, Juniorprofessor für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen: Überlegungen zur Corona-Krise und Perspektiven politischer Bildung

    Wissenschaftler der Universitäten Hamburg, Bochum und Gießen initiieren in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg das Projekt "coronarchiv". Das Portal soll die Pandemie in Zeiten von Kontaktsperre und Homeoffice dokumentieren. mehr

    Politische Jugendbildung - Bildung und Corona

#4: Superhelden im Auftrag der Demokratie. Wie wir demokratische Werte von Harry Potter, Batman, Wonderwoman und Co lernen können.

Harry Potter, Star Wars oder Wonderwomen: Superheldinnen und -helden und Fantasy sind nicht nur bei Kindern und Jugendlichen angesagter denn je. Sie verschlingen jedes Detail dieser Universen und tauchen mit verschiedenen Medien darin ein: sie lesen Bücher, bauen Lego und zocken an verschiedensten Konsolen, sie verkleiden sich, schauen die Filme an und spielen alles selber nochmal nach. Dabei haben diese modernen Mythen eine politische Dimensionen, die es sich lohnt, genauer zu betrachten: Batman und Selbstjustiz, Harry Potter und der Widerstand, Star Wars und der Wandel von Gut zu Böse: es geht um Politik und Gesellschaft,  Ethik, Macht, Gerechtigkeit und Freiheit.

Wir können anhand von Superheldinnen und Superhelden viel über Demokratie und Werte erfahren. Indem wir  ihre Werte und Regeln genauer betrachten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu unseren Gesetzen und Normen herstellen oder hinter den Staat und die Gesellschaft  in einem Fantasy-Universum blicken. Außerdem können Fantasy-Figuren auch eine gewisse Alltagstauglichkeit aufweisen. Darüber sprechen wir in dieser vierten Folge des LpB-Podcasts POLITISCH BILDET.

LpB-lerin Bianca Braun trifft sich mit Annette Loers, der Leiterin des Kulturzentrums Merlin in Stuttgart. Beide haben das Projekt "Von Hogwarts nach Wakanda. Eine Reise zu Demokratie und Werten in modernen Mythen" auf die Beine gestellt. Dabei lernen Kinder und Jugendliche anhand ihrer Superhelden viel über Demokratie und auch Erwachsene erhalten Einblicke über Werte und Politik in popkulturellen Welten.

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  • Regeln für Batman?

    Sollte Batman sich an Gesetze halten und mit der Polizei zusammenarbeiten?

    Zusammenfassung aus dem Batman-Workshop "Von Hogwarts nach Wakanda"

    JANEIN
    - Zusammen kann man mehr erreichen- Alleine kann er viel schneller reagieren
    - Die Polizei und Batman können voneinander lernen- Er muss nicht darauf warten, bis die Schurken etwas angestellt haben, sondern kann schon viel früher etwas gegen sie unternehmen
    - Wenn Batman sich nicht an die Gesetze hält, wird er selbst zum Verbrecher- Er müsste auf Vieles verzichten, sein Superhelden-Outfit, seine Waffen, seine technische Ausrüstung
    - Er bringt andere Menschen in Gefahr, wenn er sich selbst nicht an Regeln hält- Bisher weiß niemand, dass Bruce Wayne hinter Batman steckt. Bei der Polizei müsste er sich zu erkennen geben
    - Er wäre ein besserer Mensch und ein Vorbild 

     

  • Vorbild Pippi Langstrumpf?

     

     

    „Mein Ziel ist, so frei wie möglich zu leben, aber trotzdem gut erzogen zu sein!“

     

    Teilnehmer Workshop "Von Hogwarts nach Wakanda. Eine Reise zu Demokratie und Werten in modernen Mythen." Thema: Pippi Langstrumpf - Mach Dir die Welt, wie sie Dir gefällt.

  • Von Hogwarts nach Wakanda. Eine Reise zu Demokratie und Werten in modernen Mythen.

    Das 2019 gestartete Projekt „Von Hogwarts nach Wakanda“ wird auch 2020 weitergeführt. Die LpB hat in Kooperation mit dem Kulturzentrum Merlin in Stuttgart sieben spannende Vorträge konzipiert, die mit Filmbeispielen und erstaunlichem Insiderwissen die Aspekte von Demokratie und Widerstand, der Menschenrechte und ihrer Verteidigung in popkulturellen Welten thematisieren. Außerdem gibt es davor wieder jeweils Workshops für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. Die Vorträge finden immer sonntags um 12 Uhr, die Workshops um 10:30 Uhr im Merlin statt und der Eintritt ist frei. FSK 10.
    Termine:
    26. Januar 2020: Harry Potter, Rita Kimmkorn und die Pressefreiheit
    16. Februar 2020: Batman und seine Gegner, warum Joker, der Pinguin und die Scarecrow gegen eine freie Gesellschaft sind
    29.März 2020: Captain Marvel, Wonderwomen und Prinzessin Leia – was Heldinnen mit Macht machen
    26. April 2020: Jack Sparrow und die (Un-)Freiheit der Karibik, Wer bestimmt die Regeln im rechtsfreien Raum?
    27. September 2020: Armer Kongo, reiches Wakanda: warum Rohstoffe nicht reich machen
    18. Oktober 2020: Fortnite und der bewaffnete Widerstand, Welche Formen des Protestes, der Verteidigung und des Widerstandes sind in einer Demokratie wichtig und erwünscht?
    22. November 2020: Herr der Ringe – können die Menschen mit den Orks Frieden schließen?

     

#3: Sind wir wirklich sicher? Sicherheit im Netz und in den sozialen Medien

Das Gros der Deutschen ist laut Studien vorsichtig im Netz, wenn es um ihre persönlichen Daten geht. Aber sind wir deswegen wirklich sicher? Vor Betrug, Diebstahl, Datenklau… Die Szene der digitalen Sicherheit sagt: nein. In der digitalen Welt ist die Privatheit keinesfalls so geregelt, wie in unserer analogen Demokratie.

Wir müssen selbst dafür sorgen. Wie? Das erfahren Sie in unserer dritten Podcast-Folge von POLTISCH BILDET, dem Podcast der LpB. Es geht um Passwörter und Browser, aber auch um unsere eigene Bequemlichkeit.

LpB-Fachreferentin Bianca Braun spricht mit Jens Glutsch vom Verein Selbstbestimmt.Digital. Er betreibt außerdem die Manufaktur für digitale Selbstverteidigung.

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  • So ticken die Deutschen bei der Sicherheit ihrer Daten

    Die Sicherheit ihrer Daten ist den meisten Deutschen wichtig.

    Sie fordern mehr Datenschutz und fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt – kümmern sich aber privat nur wenig um ihre Datensicherheit (siehe Studie der TH Köln). 84 Prozent der Bundesbürger*innen überfliegen Datenschutzbestimmungen aber zumindest grob. Jede/r vierte Bundesbürger*in hat seit Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 schon einmal das Auskunftsrecht wahrgenommen und sich von einem Anbieter genau dokumentieren lassen, welche Daten zu welchem Zweck verwendet werden. Bei der Vielfalt der verwendeten Programme verlieren viele den Überblick: Ein Drittel der Nutzer von Online-Anwendungen weiß nicht, bei welchem Anbieter er welche Daten preisgegeben hat. Bei den jüngeren Deutschen hat knapp jeder Zweite keine Übersicht mehr, bei den über 40-Jährigen knapp jeder Dritte.  (siehe Studie der Postbank).

     

  • Privatsphäre

    "Wer seine Privatspähre schützen will, muss die Kontrolle über möglichst viele Bestandteile seiner Identität behaupten. Wir sind die Summe der Dinge, die uns beschreiben - unsere Eigenschaften, unsere Vorlieben und Abneigungen, unsere Leidenschaften, unsere Gene, Gesichtsprofile, Netzhautscans, Sprachmuster, unser Freundeskreis, unser Surfverhalten im Web und sogar die Art, wie wir gehen (...)."

    aus: Heuer, Steffan/ Tranberg, Pernille (2015): Mich kriegt ihr nicht. Die wichtigsten Schritte zur digitalen Selbstverteidigung, Hamburg.

  • Datensicherheit&Datenschutz

    Datensicherheit:

    Wie schütze ich meine Daten vor Verlust, Diebstahl und technischen Defekten?

    Unter anderem mit Datensicherung, Betriebssysteme, Virenscanner, Firewall, Wachsamkeit!

    Datenschutz:

    Schutz der Menschen, deren Daten erhoben und verwendet werden. Wer weiß was wann über wen (mich?) wofür?

    (Grund-)recht, Selbstbestimmung, Information + Auskunft, Transparenz!

#2: 70 Jahre Grundgesetz trifft Independence Day. Ist ein Hype um Verfassungen gerechtfertigt?

Ein bisschen „Grundgesetz-Hype“ liegt dieses Jahr zum 70-jährigen Jubiläum des Grundgesetzes in der Luft. Unsere Verfassung ist in aller Munde und wird groß gefeiert. Zum 4. Juli, dem amerikanischen Independence Day blicken wir auf die USA. An diesem Tag wird die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, die den Weg zur Verfassung ebnete, mit viel Tamtam gefeiert.

Würde es Deutschland gut tun, auch in Zukunft, das Grundgesetz mehr zu feiern? Was unterscheidet uns verfassungstechnisch von den Amerikanern und welche Auswirkungen hat das? Darum geht es in der zweiten Podcast-Folge von POLTISCH BILDET, dem Podcast der LpB.

Bianca Braun spricht diesmal mit Politikwissenschaftler und Leiter der LpB-Außenstelle in Freiburg, Professor Dr. Michael Wehner.
 

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Das Grundgesetz

Am 8. Mai 1949 nahm der Parlamentarische Rat in Bonn nach langen Verhandlungen den Entwurf des Grundgesetzes an. Am 23. Mai wurde es verkündet und trat am nächsten Tag in Kraft. Die Bezeichnungen "Parlamentarischer Rat" und "Grundgesetz" statt "Nationalversammlung" und "Verfassung" sollten den provisorischen Charakter unterstreichen. Spätestens mit der deutschen Vereinigung 1990 wurde das Provisorische dauerhaft.

Die amerikanische Verfassung

1776 schlug die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika. Die neuen Kolonien in Nordamerika erklärten ihre Unabhängigkeit von der britischen Krone und kämpften für eine eigene Republik. Diese wurde 1789 mit einer Verfassung Realität. Die amerikanische Verfassung ist eine der ältesten republikanischen Verfassungen, die heute noch in Kraft sind.

Independence Day

Am 4. Juli, dem amerikanischen Independence Day wird die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, die den Weg zur Verfassung ebnete, mit viel Tamtam bejubelt. Am "4th of july", wie der Jahrestag auch oft genannt wird, finden im ganzen Land patriotische Paraden und Konzerte statt. Am Abend gibt es große Feuerwerke.
 

Meer aus Deutschlandfahnen

Würde es Deutschland gut tun, auch in Zukunft, das Grundgesetz mehr zu feiern? So nationalbewusst wie in den USA feiern die Deutschen höchstens bei einer Fußball-WM.
 

Weiterführende Informationen

  • 70 Jahre Grundgesetz
    Dossier der LpB BW zu 70 Jahren Grundgesetz.
    lpb-bw.de
  • Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
    Ausführliches Dossier zum Grundgesetz von der Bundeszentrale für politische Bildung.
    bpb.de
  • Verfassungspatriotismus und politische Bildung
    Thomas Schölderle
    Richtig verstanden eignet sich der Terminus Verfassungspatriotismus auch heute noch, fast 20 Jahre nach Herstellung der nationalen Einheit, als integratives Konzept für die innere Einheit der Bundesrepublik. Die dezidiert rationale Ausrichtung des Konzepts prädestiniert den Begriff darüber hinaus als zentrale Leitkategorie für die politische Bildungsarbeit.
    Download des Textes von der Akademie für politische Bildung Tutzing
  • Wir brauchen demokratischen Patriotismus – was Sie tun können
    Wenn Pegida, AfD & Co sich als deutsche Patrioten aufputzen, fühlen sich viele herausgefordert, den rechten Schreihälsen diesen Anspruch streitig zu machen. Dem Zerrbild eines altbackenen, sich gegen Fremde abgrenzenden, kulturell homogenen Deutschlands setzen sie ein anderes, weltoffenes, tolerantes Deutschland entgegen. Darin klingt ein neuer, demokratischer Patriotismus an.
    abgerufen auf welt.de, Stand: 09.03.2017
  • Deutsch - eine Frage des Bekenntnisses
    Wir brauchen einen zeitgemäßen Begriff der Nation. In seinem Gastbeitrag schlägt der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans die „Bekenntnisnation“ vor: Eine Nation, die alle einschließt, die sich zu ihr bekennen – gleich welcher Herkunft.
    abgerufen auf faz.net, Stand: 06.06.2019

#1: Wählen ab 16 - sind Jugendliche politisch mündig?

16-Jährige dürfen in Baden-Württemberg bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 ihre Stimme abgeben. Wahlmündigkeit also ab 16 Jahren, Volljährigkeit aber erst ab 18. Was sagt das über unsere Gesellschaft aus? Wie gehen wir damit um? Darum geht es in unserer ersten Podcastfolge. Wir versorgen Sie mit Fakten, Pro- und Contra-Argumenten, Experten-Infos und weiten ihren Blick im Sinne der politischen Bildung.

LpB-Fachreferentin Bianca Braun spricht mit Karl-Ulrich Templ, dem stellvertrendenden Direktor der LpB und Leiter der Erstwählerkampagne "Wählen ab 16" darüber, ob 16-Jährige wirklich reif für die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg sind.

In dem Gespräch geht es um die Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung für das Wahlrecht ab 16 und die gesellschaftliche Entwicklung diesbezüglich. Welche Pro- und Contra-Argumente zum Wählen ab 16 gibt es? Warum spielen bei diesem Thema Emotionen eine Rolle? Wie zum Teufel sollen Jugendliche wissen, was die unechte Teilortswahl ist? Was kann politische Bildung für Jugendliche tun? Und warum sollten wir uns alle für die Demokratie einsetzen?

Der Podcast wird über SoundCloud abgespielt. Mehr zu Nutzungsbedingungen und Datenschutz des Portals finden Sie hier!

Zitate

 

"Ich merke bei vielen Veranstaltungen, dass Jugendliche sehr kritisch nachfragen, manchmal kritischer nachfragen als ältere Erwachsene."

"Wenn die Entwicklung so weiter geht, werden Jugendliche natürlich immer früher mit gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert."

"Jugendliche haben ein anderes Verständnis von Politik. Institutionelle Formen spielen da weniger eine Rolle. (...) Viele Jugendliche neigen dazu, sich konkret mit Projekten zu identifizieren und dafür auch zu engagieren. Fridays for future oder die ganzen anderen Aktivitäten, die vor Ort mit Klimapolitik zusammenhängen mit Integrationsspolitik zusammenhängen, die sprechen da ein deutliches Bild."

Karl-Ulrich Templ, Leiter der Erstwählerkampagne "Wählen ab 16".
Er kann Argumente gegen das Wahlalter ab 16 mühelos entkräften.

Deswegen haben wir hier noch ein paar Stimmen der Gegenseite aufgeführt:

"Es ist auffällig, dass auch die Befürworter einer Absenkung des Wahlalters nicht vorschlagen, dass an diesen Alterseinschränkungen etwas geändert wird. Sie plädieren nicht für eine Absenkung der Voll­jährigkeit. So ge­sehen ist die Wahlberechtigung für Minderjährige ein Widerspruch in sich, weil es das Wahlrecht von der Le­bens- und Rechtswirklichkeit abkoppelt."

Stephan Eisel, Autor


"Im Falle einer Senkung des Wahlalters dürfte ein 16-Jähriger den Oberbürgermeister der Stadt X zwar wählen, könnte aber nicht wie ein Erwachsener bestraft werden, wenn er dem gleichen Oberbürgermeister eine Ohrfeige verpasst, weil der 16-Jährige strafrechtlich als unreif angesehen würde."

Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister


"Die Pubertät ist eine Zeit, in der sich ein junger Mensch geschützt entwickeln soll. In der sich Jugendliche ausprobieren, reifer werden. Eine Zeit, in der sich junge Menschen erst eine Meinung bilden - und manches Mal auch besonders extremen Meinungen anhängen, auch um das mal auszuprobieren. Eine Zeit also, in der sich junge Menschen auch leichter manipulieren ließen - keine gute Phase fürs erste Wählen."

Juliane Fliegenschmidt, WDR

Shell Jugendstudie zum Interesse Jugendlicher an Politik

Steigendes Interesse an Politik - nicht aber an Parteien

Immer mehr Jugendliche zeigen politisches Interesse. Im Vergleich zu nur 30 Prozent im Jahr 2002 bezeichnen sich 2015 rund 41 Prozent der Jugendlichen als „politisch interessiert“. Männliche Jugendliche sind häufiger an Politik interessiert als weibliche. Mit dem politischen Interesse ist die Bereitschaft zur Beteiligung an politischen Aktivitäten verbunden. Die etablierten Parteien profitieren davon jedoch nicht, denn die Politikverdrossenheit bleibt weiter hoch. Jugendliche bringen den Parteien wenig Vertrauen entgegen, genauso wie großen Unternehmen, Kirchen und Banken. Das größte Vertrauen genießen Polizei, Gerichte sowie Menschenrechts- und Umweltschutzgruppen.

 

Politische Teilhabe

Fast sechs von zehn Jugendlichen haben sich schon einmal an einer oder mehreren politischen Aktivitäten beteiligt. An der Spitze stehen dabei der Boykott von Waren aus politischen Gründen und das Unterzeichnen von Petitionen. Online-Petitionen sind beliebter als Unterschriftenlisten. Jeder Vierte hat bereits an einer Demonstration teilgenommen, und jeder zehnte engagiert sich in einer Bürgerinitiative.

 

aus der Shell Jugendstudie 2015

Weiterführende Informationen

  • Neue Jugendbewegungen. Von der Straße an die Wahlurne?
    Immer mehr Jugendliche zeigen politisches Interesse und damit auch die Bereitschaft zur eigenen Beteiligung an politischen Aktivitäten. Die Politikverdrossenheit bleibt jedoch hoch, denn Jugendliche bringen den Parteien wenig Vertrauen entgegen. Das größte Vertrauen genießen Polizei, Gerichte sowie Menschenrechts- und Umweltschutzgruppen.
    abgerufen auf tagesschau.de , Stand: 12.04.2019
  • Absenkung des Wahlalters : Zu jung zum Wählen?
    Viele Jugendliche sind politisch interessiert, dürfen bei der Bundestagswahl aber noch nicht wählen. Wirkt sich das negativ auf ihr späteres Wahlverhalten aus?
    abgerufen auf faz.net , Stand: 08.09. 2017
  • Cicero-Umfrage - Mehrheit der Deutschen gegen Wahlrecht ab 16
    Bei der Landtagswahl Schleswig-Holstein durften erstmals auch 16- und 17-Jährige wählen, Jugendliche in NRW dürfen das am Sonntag nicht. SPD und Grüne fordern die Absenkung des Wahlalters auch für die Bundestagswahl. Die Mehrheit der Deutschen ist aber dagegen.
    abgerufen auf cicero.de, Stand: 12.05.2017
  • Wahlrecht für Jugendliche 16 oder 18 Jahre – ab wann soll man wählen dürfen?
    Die Klimastreiks an Schulen zeigen ein wachsendes politisches Interesse. Justizministerin Barley fordert ein Wahlrecht ab 16. Ist das machbar und was bringt es?
    abgerufen auf tagesspiegel.de , Stand: 04.03.2019
  • Widerspruch in sich: Wahlrecht ab 16 und Volljährigkeit ab 18
    Artikel 38 des Grundgesetzes legt in Absatz 2 zur Wahlberechtigung für die Wahlen zum Deutschen Bundestag fest: „Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.
    aufgerufen auf Bürgerbeteiligung.wordpress.com , Stand: 05.06.2012

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Studie 2018

Kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung in BW

Landesweite Studie zur Jugend- und Kinderbeteiligung in Baden-Württemberg 2018, 3. Auflage.
Angebote in 53 Prozent der Kommunen vorhanden – Tendenz seit Mitte der neunziger Jahre deutlich steigend

53 Prozent der Kommunen in Baden-Württemberg bieten Jugendbeteiligung an. Und fast ein Viertel der Städte und Gemeinden im Land hat eine Kinderbeteiligung (23 Prozent). Dies gehört zu den Ergebnissen der Studie „Kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg 2018“, die die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) vorgelegt hat. Erstmals liegt damit ein landesweiter Überblick vor. Da von 1.101 Städten und Gemeinden 1.068 an der Studie teilgenommen haben (97 Prozent), kann die Studie als repräsentativ gelten.

Download der Studie als PDF ( 4,1 MB) oder über den LpB-Shop: Bestellen

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